Die Story dahinter…
Es war im Oktober 2020, ich war selbstständig, Corona war da und mir war langweilig. Schon lange hatte ich darüber nachgedacht, einmal zu bloggen. Dann lernte ich in der Startup-Welt viele Menschen kennen, die nicht so lange nachdenken und „einfach machen“. Das steckte mich an. Ich begann eine 365-Tage Blogging Challenge. Jeden Tag schrieb ich über ein Buch, das ich zuvor gelesen hatte. Später schrieb ich noch wöchentlich über ein neues Buch, dann nur noch unregelmäßig. Es kam eine Zeit, da hinterfragte ich das Schreiben über Bücher komplett. Wer liest heute noch? Wen interessieren heute noch Gedanken, die länger sind als drei Zeilen, und Bücher, die nicht von KI in einem Absatz oder Video zusammengefasst sind?
Heute frage ich mich das nicht mehr. Ich glaube mehr denn je daran, dass das Lesen von Büchern einen Wert für Bildung und Persönlichkeitsentwicklung hat, den ich noch immer kaum in Worte fassen kann. Und daher schreibe ich weiter, um die Liebe zu Büchern weiter zu geben und zum Denken anzuregen. Es geht mir um das analoge Denken, das nicht nur „ja“ oder „nein“ kennt, sondern Zeit braucht, den Mittelweg zu erkunden und sich zu entfalten. Wenn es eines gibt, das jede Gesellschaft immer wieder neu voranbringen und in gewisser Hinsicht „retten“ kann, dann ist es die menschliche Kreativität. Und diese braucht auch die literarische Inspiration und den Diskurs, um aus einem reflektieren und gefestigten Standpunkt heraus zu wirken. Auch das lernt man besonders in der Auseinandersetzung mit anderen Fächern.
Viel Freude beim Lesen und Denken.

Dr. Silke Schmidt
Amerikanistin und Publizistin




